Vorbeugen der Altersarmut von Frauen

Noch nie zuvor gab es so viele gut ausgebildete Frauen wie jetzt. Dennoch haben Frauen ein erheblich höheres Risiko als Männer, arm zu sein. Sowohl während des Berufslebens als auch im Alter sind sie betroffen. Das hat viele Gründe: Lange berufliche Auszeiten, unzureichender Absicherung im Scheidungsfall, ein Pflegefall in der eigenen Familie und vieles andere mehr.

Als ZONTA Club Fünf-Seen-Land und Teil der weltweiten ZONTA-Gemeinschaft bewegt uns das Thema Altersarmut bei Frauen ganz besonders. Unser Projekt „Altersarmut von Frauen vorbeugen. Informieren, sensibilisieren und Strategien entwickeln" setzt bei der Weichenstellung an. Wir möchten Frauen motivieren und dazu befähigen, eigenverantwortlich Vorsorge zu betreiben. Frauen, die finanziell unabhängig sind, sind dem Wohlstand einen Schritt näher.

 

Auftaktveranstaltung zu unserem Advocacy-Projekt am 15. Oktober 2018

"Heute jung. Morgen arm? " Mit der Beantwortung dieser Frage stand das wichtige Thema „Altersarmut" im Mittelpunkt der Veranstaltung unseres Zonta Clubs am 15. Oktober im Landratsamt Starnberg. Rund 60 Besucherinnen waren der Ankündigung gefolgt. Vertreterinnen der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes sowie der Agentur für Arbeit Weilheim, der Servicestelle Frau und Beruf Starnberg sowie Vertreterinnen von Schulen, Berufs-, Fach und Volkshochschulen waren ebenfalls gekommen. Auch haben die Damen des neuen Vorstands von Frauen helfen Frauen Landkreis Starnberg teilgenommen.

In Ihrer Begrüßung unterstrich unsere Präsidentin Dr. Charlotte von Bodelschwingh, dass Frauen ein deutlich höheres Armutsrisiko haben als Männer. Dafür sind viele Gründe ausschlaggebend, aber eben nicht nur lange Babypausen. Entscheidend ist es, die vielfältigen Hürden zu kennen, die der eigenen finanziellen Absicherung im Wege stehen.

Der Abend wurde von Landrat Karl Roth eröffnet. Seine Freude über die Gastgeberrolle für unseren Club und sein Verständnis für unser Thema waren ansteckend und einnehmend. Landrat Roth überraschte die Zuhörerinnen mit der Tatsache, dass schon seit vielen Jahren und dank seiner stetigen Bemühungen, in seinem Haus knapp über die Hälfte Frauen in allen Arbeitszeit-Formen und auf allen Ebenen tätig sind. Landrat Roth bekannte, sich früher einfach zu wenig Gedanken gemacht, zu wenig über die Möglichkeiten gewusst zu haben. Er lud unseren Club ein, Folgeveranstaltungen gern wieder in seinem Hause anzuberaumen.

Im Einzelnen gingen die Vorträge unserer Clubmitglieder Constanze Hintze und Stefanie Rhaden professionell und detailliert auf die konkreten Situationen ein, denen Frauen begegnen und die auf ihre finanziellen Entscheidungen einen direkten Einfluss nehmen. Die Vorträge thematisierten auch, in welcher Weise Frauen selbst das Heft in der Hand haben, um sich vor Altersmut zu schützen. Dazu gehört auch, den eigenen Selbstwert in die Waagschale der Altersvorsorge zu werfen.

Die Resonanz auf das Thema Eigenverantwortliche Vorsorge war groß. Aus den Reihen der Zuhörerinnen wurden weitere Veranstaltungen zum Thema Vorsorge für das Alter begrüßt. Junge Frauen und Schülerinnen äußerten den Wunsch, mit erfahrenen Zonta Frauen sich auch über zu ergreifende Berufe zu beraten. Zudem möchten Berufsschulen das Thema aufnehmen und zeigten einige Vertreter von Volkshochschulen Interesse, das Thema Altersvorsorge in Kooperation mit unserem Club in das Erwachsenenprogramm der VHS aufzunehmen.

 

Presseecho vom Oktober 2018: