ENDING CHILD MARRIAGE

Schluss mit Kindehen

Wir unterstützen das internationale Serviceprojekt von Zonta International, um weltweit Maßnahmen zu beschleunigen. 2018-2020 gingen 2.000.000 an UNICEF USA:

Hintergrund
Weltweit wurden bis heute fast 650 Millionen Frauen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet und 280 Millionen weitere Mädchen laufen Gefahr, das gleiche Schicksal zu erleiden. Wenn die aktuellen Trends sich fortsetzen, wird im Jahr 2030 die Zahl der Mädchen und Frauen, die als Kinder verheiratet wurden, fast 1 Milliarde erreichen. Kindehen sind eine globale Verletzung der Menschenrechte, die in allen Kulturen, Religionen, Ethnien und Ländern auf der Welt zu finden ist.
In Anbetracht der weitreichenden potenziellen Auswirkungen einer Reduzierung der Kindehen haben UNICEF und UNFPA ihre Kräfte gebündelt und offiziell eine länderübergreifende Initiative zum Schutz der Rechte von Millionen der am stärksten gefährdeten Mädchen der Welt gestartet. Das globale Programm zur Beschleunigung von Maßnahmen zur Beendigung der Kindehen bringt Regierungen, die Zivilgesellschaft, Familien und junge Menschen in einer gemeinsamen Anstrengung zusammen, um vorzubeugen, daß Mädchen zu jung heiraten und bereits verheiratete Mädchen zu unterstützen.

Ziele und Aufgaben
Da nur eine langfristige Strategie die gewünschten Ergebnisse gewährleisten kann, zielt das Mehrjahresprogramm darauf ab, das Recht von Mädchen auf spätere Heirat zu fördern, die Bedingungen für die Aufrechterhaltung der Praxis zu berücksichtigen und bereits verheiratete Mädchen zu betreuen. In der ersten Phase verwandelt das Programm in Zusammenarbeit mit Regierungen und der Zivilgesellschaft das Engagement in konkrete Maßnahmen, um das Leben von Mädchen sinnvoll und nachhaltig zu verändern, indem es sich auf fünf Hauptstrategien konzentriert:

1. Aufbau von Kompetenzen und Kenntnissen der Mädchen, die von einer Kindehebe droht sind.
2. Unterstützung der Haushalte durch Veranschaulichung einer positiven Einstellung gegenüber heranwachsenden Mädchen
3. Stärkung der Systeme, die Dienstleistungen für jugendliche Mädchen bereitstellen.
4. Sicherstellung des Schutzes und der Förderung der Rechte der Mädchen durch Gesetze und Richtlinien
5. Erzeugung und Verwendung solider Daten, um Programme und Richtlinien für Mädchen im Jugendalter zu unterlegen.

Unter dem Schirm dieser fünf Hauptstrategien wird jedes Land spezifische Strategien haben, zugeschnitten auf den jeweiligen Kontext und auf die Gründe, welche die Mädchen in die frühe Ehe führen, haben.

Projektbegünstigte
In der Anlaufphase können so bis Ende 2019 2,5 Millionen Mädchen in den folgenden 12 Ländern direkt erreicht werden: Bangladesch, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, Indien, Mosambik, Nepal, Niger, Sierra Leone, Uganda, Jemen und Zambia.

Konkrete Strategien
Heranwachsende Mädchen in den Programmländern durch gezielte Initiativen wie Gesundheits-informationen, Lebenskompetenz, wirtschaftliche Eigenverantwortung und sozialen Schutz zu gewinnen.

  • Verbesserung des Zugangs zur Bildung und Bindung sowie unterstützende Maßnahmen, die Mädchen ermutigen, den Übergang von der Grund-zur Sekundarschule zu vollziehen.
  • Mädchen, die nicht zur Schule gehen, alternative Lernmöglichkeiten sowie Einkommens-und finanzielle Eingliederungsmöglichkeiten bieten.
  • Förderung der Gemeindedialoge und öffentliche Ankündigungen und andere weitreichende Kampagnen in den Massenmedien, um die Mitglieder der Gemeinschaften besser über die Gefahren der Kindheiratund die Vorteile der Unterstützung und Investition in Mädchen zu informieren und dafür zu sensibilisieren.
  • Stärkung der Gesundheits-, Bildungs-, Kinderschutz-und Sozialschutzsysteme in den 12 Ländern, insbesondere durch Unterstützung der Entwicklung und Umsetzung von Leitlinien, Paketen und bewährten Verfahren zur Verbesserung der Angebote für jugendliche Mädchen.
  • Unterstützung der Regierungen bei der Umsetzung nationaler Leitlinien für ein mädchenfreundliches Gesundheitswesen und Ausbildung von Gesundheitsdienstleistern, damit sie besser auf die spezifischen Gesundheitsbedürfnisse von Mädchen, einschließlich verheirateter Mädchen, eingehen können.
  • Unterstützung von Maßnahmen, die Mädchen in der Schule halten, einschließlich eines Menstruationshygienemanagements in Schulen, geschlechterspezifischer Unterricht, Lehrplan und Schulbuchreform.
  • Aufrechterhaltung der Dynamik und Unterstützung für Rechtsreformen und messbare Veränderungen bei den Prävalenzindikatoren durch Unterstützung der nationalen Aktionspläne der Länder.
  • Steigerung der Erzeugung und Nutzung robuster Daten und Nachweise über Avocacy, Programmgestaltung, Lernerfolge und Erfassung von Fortschritten junger Mädchen wird die Qualität und Quantität der Dokumentation zur die Beendigung der Kindeheverbesserunund die Regierungen dabei unterstützen, effektiver bei der Beendigung der Kindehesein.
  • Zusammenarbeit mit Regierungen und anderen UN-Organisationen, um die Qualität und Häufigkeit der administrativen Datenerhebung zu sozialen Indikatoren wie Alter in der ersten Ehe, Armut, sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verbessern

Erwartete Ergebnisse
1. Nationale Gesetze, politische Rahmenbedingungen und Mechanismen zum Schutz und zur Förderung der Rechte von Mädchen, die im Einklang mit internationalen Standards stehen und finanziell angemessen ausgestattet sind

2. Regierungen und Partner in den 12 Ländern unterstützen diese Generation quer durchs Land. Sie nutzen Erkenntnisse und statistische Erhebungen, um die Politik zu informieren und zu beeinflussen. Die Fortschritte sollen verfolgt werden und Aufklärungs-unterricht soll dokumentiert werden.

3. Die zuständigen regionalen und lokalen Regierungs-behörden bieten qualitativ hochwertige und kosten-effektive Dienstleistungen an, um den Bedürfnissen der jungen Mädchen gerecht zu werden.

4. Haushalte haben eine postive Einstellung und Verhaltensweise gegenüber den Mädchen, investieren in heranwachsende Mädchen und unterstützen sie.

5. Jugendliche Mädchen, die von Kindheiratbedroht oder betroffen sind, werden eher in der Lage sein, sich zu artikulieren und eine Entscheidung zu treffen

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