Vorträge

Bei unseren Meetings werden u.a. Ereignisse und Veranstaltungen des Clubs geplant, Termine besprochen und in regelmäßigen Abständen finden auch Vorträge zu interessanten und gesellschaftlich relevanten Themen statt. Eine Auswahl dieser Vorträge finden Sie hier:

 

JANUAR 2020

Gisela Krohn

Wald Wolf Wildnis

 

 

Der Wolf war einst Verbündeter des Menschen. Heute kann er ein Augenöffner sein. Er hält uns Menschen den Spiegel vor. Denn die hitzige Debatte, die die Rückkehr des Wolfes begleitet, ist im Kern eine Debatte darüber, wie wir in Zukunft leben wollen: Sehen wir uns als Teil der Natur und geben ihr deshalb gleichzeitig den Raum zur Entfaltung, den sie braucht? Oder – und das scheint der Geist der Zeit zu sein – gehen wir auf Konfrontation und machen so ein Miteinander für alle Zeiten unmöglich?

Gisela Krohn ist Künstlerin, Initiatorin, Kuratorin und Mitglied des Zonta Club Fünf-Seen-Land. In ihrem beeindruckenden Vortrag stellte sie uns ihr Ausstellungsprojekt “Wald Wolf Wildnis” vor. Die Ausstellung ist der Versuch einer Antwort auf diese Fragen: 24 Künstler, vom kirgisischen Künstler Shaarbek Amankul bis zur deutsch amerikanischen Künstlerin Kiki Smith markieren dabei ihre künstlerische Position, Experten wie der kürzlich verstorbene Wildbiologie Ulrich Wotschikowsky fungieren als Paten.

Gisela Krohn: “Wildnis steht immer in Konkurrenz zum Menschen. Über Jahrtausende haben wir versucht, sie zu bändigen, sie uns Untertan zu machen. Ehe wir sie dabei nun völlig zerstören, sollten wir besser lernen, mit ihr zu leben – mit dem Rest Wildnis um uns und mit der Wildnis in uns.”

NOVEMBER 2019

Birgit Röschert

Fe:male Leadership Development.
Mixed leadership for more success!

 

Unsere Zontian Birgit Röschert, eine der vier Köpfe bei FLD fe:male leadership development sprach über die Bedeutung von Gender Equality für Unternehmen. „Mixed Leadership for more success“ ist auch der Slogan ihrer Firma, die sich auf die Beratung von Unternehmen und Organisationen spezialisiert hat, die den Frauenanteil in ihren Führungsteams erhöhen wollen.

Studien zufolge seien diejenigen Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher sowie krisenresistenter, die über einen höheren Frauenanteil in ihrem Topmanagement verfügen. Das Engagement von Unternehmen für mehr Gender Equality v.a. durch strukturelle Veränderung der betrieblichen Rahmenbedingungen, aber auch durch gezieltes Empowerment ist daher nach Überzeugung der Referentin „nicht nur fair, sondern vor allem smart“.  Sie zeigt darüber hinaus auf, wie Diversität in (Führungs-)Teams und damit die Einbindung der Perspektiven von Männern und Frauen diverse Organisationen – im Gegensatz zu Monokulturen – deutlich resilienter und innovationsfähiger macht. Gleichwohl seien noch immer viele Barrieren vorhanden, die Frauen auf dem Weg nach oben entgegen stehen, allen voran hartnäckige Geschlechter-Stereotype sowie Unconscious Bias.

Das Interesse am Thema war sehr groß, so dass sich im Anschluss an den Vortag eine rege Diskussion mit dem anwesenden Publikum entwickelte. Fazit: Gender Equality ist auch in Unternehmen ein Kulturwandel und geschieht nicht von allein.

OKTOBER 2018

Dr. Nikola Bachfischer

Digitale Innovationen

 

Digitalisierung und Innovation sind aktuell tatsächlich die mit am meist diskutierten Themen in Unternehmen. Unternehmen müssen mit dem digitalen Wandel Schritt halten. Alle wollen innovativ sein. Trotzdem fällt es vielen ganz schön schwer. Warum ist das so? Und wie kann Innovation neu gedacht werden?

Dr. Nikola Bachfischer ist Innovationscoach, Autorin eines Buches zum Thema ‘Innovationsmanagement. Sprungbrett in die Zukunft’ und Mitglied im Zonta Club Fünf-Seen-Land. Nach ihrem spannenden Vortrag wurde lebhaft darüber diskutiert, ob und insbesondere wie sich Unternehmen, Organisationen und wir alle im digitalen Zeitalter verändern sollten.

Juni 2018

Prof. Dr. Doris Gutting

Friedliches Zusammenleben im multikulturellen und multireligiösen Staat: Singapur als Beispiel

 

Die starke Zuwanderung aus anderen Kulturen nach Deutschland seit 2015 wird in der Gesellschaft kontrovers diskutiert. Auf der Suche nach Erfolgsmodellen, in denen die friedliche Koexistenz in einem multikulturellen und multireligiösen Staat gelingt, bietet sich ein Blick nach Singapur an. Unter den ungefähr 5,6 Millionen Einwohnern im Jahr 2018 finden sich mehr als 2 Millionen Ausländer. Die eigene Bürgerschaft des Stadtstaats ist darüber hinaus multiethnisch. Zudem besteht eine hohe religiöse Diversität, eine der höchsten der Welt.

Diversität ist offizielle Politik in Singapur. “Racial Peace and Racial Harmony” erfahren eine besondere Aufmerksamkeit, um Bürgerfrieden und Stabilität zu sichern, die wiederum als Voraussetzungen für die Prosperität eines Staates anerkannt sind. Die politische Führung Singapurs verfolgt diese Ziele konsequent: einerseits durch eine hohe Toleranz gegenüber allen Ethnien und Religionen, andererseits durch eine strikte “No Tolerance”-Politik gegenüber jeder Art von rassistischem oder religiösen Separatismus.

Nach dem Vortrag wurde intensiv diskutiert, welche Lehren sich am Beispiel Singapur für ein multikulturelles Deutschland ziehen lassen und welche Schlüsselfaktoren für ein friedliches multikulturelles Zusammenleben zu identifizieren sind.

Prof. Dr. Doris Gutting lehrt interkulturelles Management und Marketing an der Hochschule für angewandtes Management, Ismaning, und ist Expertin für Südostasien und China. In 2019 hielt die erfahrene Chinaexpertin einen zweiten Vortrag über das moderne China.

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